Bereits zum fünften Mal fand in diesem Jahr ein großer Feldabend in Bardenhagen statt. Veranstaltet wurde der Abend von der Vereinigte Saatzuchten Ebstorf-Rosche eG und die AGRAVIS Technik Heide-Altmark GmbH.  
Die Firmen Agrosolution, Unifer und Lebosol haben umfangreiche Demonstrationsversuche in Kartoffeln, Zuckerrüben und Mais angelegt. Hier wurden interessante Ergebnisse in Bezug auf Qualitäts- und Ertragsverbesserung vorgestellt.
Um 18 Uhr wurde dann mit der Präsentation der Landtechnik begonnen. In diesem Jahr war eine große Vielfalt an namhaften Herstellern vertreten. Angeführt mit den Traktoren- und Erntetechnikherstellern Fendt, New Holland, Valtra und JBC, fortgeführt mit Lemken und Agrisem im Bereich Bodenbearbeitung und Hardi als Pflanzenschutz Spezialist. Neu waren exklusiv die Firmen Rudolph (Fahrzeugbau), Bogballe (Düngetechnik), Fasterholt (Beregnungstechnik) und Sky (Direkt- und Mulchsaat Sätechnik) dabei. Im Anschluss beim Feldeinsatz konnten sich die Besucher von der Leistungsfähigkeit der Maschinen überzeugen. Auch das Thema Satelliten gesteuerte Lenksysteme von Trimble, Müller Elektronik und Fendt wurde an diesem Abend vorgestellt. Hierzu gab es auch einige interessante Angebote vom Lenkassistenten bis zum Autopiloten mit ISOBUS-Steuerung. 

 

Dünger, der zwei bis drei Zentimeter genau vom Landwirt auf den Acker ausgebracht wird. Beregnungsanlagen, die selbsttätig den Schlauch nachziehen. Das waren Themen auf dem fünften Ackertag von VSE und Agravis in Bardenhagen.

Rund 400 Interessierte kamen jetzt, um sich die neuesten technischen Entwicklungen in der Landwirtschaft anzuschauen. „Mich interessieren vor allem die anderen Arten der Bewässerung, die hier vorgestellt werden“, verrät Landwirt Udo von der Höhen aus Zarenthien. Er schaut sich eine dänische Beregnungsanlage an, die den Schlauch selbstständig nachzieht. Das wäre eine riesige Erleichterung bei der Arbeit, da so mehr Fläche beregnet werden könnte, sagt von der Höhen. Außerdem müsse er dann nur noch alle zwei Tage die Anlage versetzen.

„Die andere Frage ist halt, was es kostet und wie man eine solche Anschaffung finanzieren kann.“ Denn heute lägen viele Geräte preislich in den Dimensionen von kleineren Einfamilienhäusern. Ansonsten nutze er die Veranstaltung, um sich über aktuelle Trends zu informieren, und zum Austausch mit den Kollegen, sagt der Zarenthiener.

 „Mich hat die Neugier hierher getrieben“, erzählt Rentner Horst Eggers aus Melbeck. Eigentlich habe er mit der Landwirtschaft nichts am Hut, aber die Technik und die Größe der Maschinen faszinierten ihn. Es habe gewaltige Sprünge in der Technik gegeben, bestätigt Landwirt Heinz Johannsen aus Bahlburg im Landkreis Harburg: „Als ich vor 35 Jahren anfing, hatte der stärkste Traktor gerade mal 50 PS. Jetzt haben manche schon 175 PS und kosten ab 85 000 Euro aufwärts.“ Bei solchen Summen müsse man sich genau überlegen, in was investiert werde. Abgesehen davon wolle er vor allem Erfahrungen austauschen, schildert Johannsen.

„Momentan gibt es zwei Trends in der konventionellen Landwirtschaft im Kreis Uelzen: die Beregnung und der Einsatz von GPS, um effizienter arbeiten zu können“, erläutert Organisator Jens Möller von Agravis. Der Vorteil bei GPS sei die Genauigkeit beim Arbeiten. Dadurch könne zum Beispiel der Einsatz von Pestiziden reduziert werden, weil keine Überlappung mehr stattfinde und Flächen somit nicht doppelt gespritzt würden. Das Gleiche gelte für Düngemittel und Aussaat. Neben den eingesparten Kosten habe dies auch einen Nebeneffekt. Möller erklärt: „Durch die Reduzierung spart der Landwirt nicht nur bares Geld, sondern schont auch die Umwelt.“

Von Lars Lohmann

 

Textquelle: az-online